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"Delphi" prophezeit: Internet und TV-Werbung gewinnen
Während Printmedien Anteile am Werbe-Market abgeben müssen, gewinnen Internet und Fernsehen. Diesen generellen Trend bestätigt eine Experten-Studie aus der Schweiz. Bis 2008 sollen die Netto-Werbeausgaben in der Schweiz rund 5.720 Mio. Franken betragen. Internet und TV werden Marktanteile gewinnen, die Printmedien müssen hingegen einen weiteren Rückgang befürchten. Dies prophezeien die rund 40 Experten aus der Kommunikationswirtschaft und der Medienwissenschaft, welche die Forschungsanstalt "publicom" im Rahmen ihrer "Delphi-Studie" befragte.

Nach der Baisse des Schweizer Werbemarktes in den letzten Jahren sehen die "Delphinarium"-Experten eine Trendwende und rechnen - ausgehend vom Stand des Jahres 2003 - mit einem Anstieg der Werbeausgaben um knapp 12 Prozent bis 2008. Es werden jedoch nicht alle Werbeträger gleich profitieren: Deutliche Gewinner sind das Internet, das aus Sicht beinahe aller Experten Marktanteile gewinnen wird, und das Fernsehen.

Keine guten Aussichten für die Printmedien: Diese werden weiterhin als Verlierer gesehen. Mehr als 80 Prozent der Befragten prognostizieren ihnen ein Rückgang der Marktanteile. Kino und Aussenwerbung müssen mit einem ungefähr gleich bleibenden Stück am Werbekuchen rechnen. Die Direktwerbung wird kontrovers beurteilt.

Angenommen wird, dass die beschriebenen Marktanteils-Verschiebungen beträchtlich sein werden, denn für die Experten wird die Entwicklung bis 2008 am stärksten von der Umverteilung von Werbegeldern beeinflusst.
Beinahe gleich wichtig wird jedoch der Einfluss neuer Werbeformen sein. Werbe-Überdruss im Publikum und ein sinkendes Kosten-Nutzen-Verhältnis klassischer Werbung würden dazu führen, dass sich Marketingverantwortliche in Unternehmen mit alternativen Strategien auseinander setzen müssen.

Den Experten zufolge werden die so genannten Sonderwerbeformen auf dem Schweizer Werbemarkt in nächsten drei Jahren zunehmen. 40 Prozent der befragten Fachleute denken, dass die klassische Werbung unter Druck gerät: "Die Zunahme ist gewiss. Die Schnelligkeit hängt vom Verständnis der Werbeauftraggeber und den Gebührenmodellen ab." Eine wichtige Rolle werden aber auch die Behörden spielen, die entweder ein förderliches oder ein hemmendes Umfeld schaffen und so einen grossen Einfluss auf die Entwicklung der Sonderwerbeformen haben, wie sich ein Drittel der Befragten äusserten.
 


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