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Zwei Drittel mit Internet-Zugang

Die aktuellen Internet-Strukturdaten der Forschungsgruppe WahlenOnline (FGW Online GmbH) für das II. Quartal 2006 zeigen kaum Veränderungen.

Derzeit verfügen zwei Drittel aller Deutschen (66 Prozent) ab 18 Jahren über einen Zugang zum Internet. Das sind nur rund ein Prozent mehr als im I. Quartal 2006 und drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahresvergleich.

Praktisch unverändert zeigt sich das Nutzungsverhalten der Onliner innerhalb des Untersuchungszeitraums vom 25. April bis zum 15. Juni: 70 Prozent der Internet-Nutzer stellten online Preisvergleiche an, 59 Prozent kauften Produkte und Dienstleistungen über das Internet und 51 Prozent nutzten das Online-Banking. Rund ein Drittel rief Politiknachrichten (35 Prozent) oder Wirtschafts- /Börsennachrichten (33 Prozent) online ab, 30 Prozent nutzten das Internet für die Jobsuche und 29 Prozent informierten sich im Internet über Versicherungen. Online-Brokerage stagnierte bei elf Prozent. Bei der Online-Recherche in Bezug auf Versicherungen sind Männer aktiver als Frauen, überdies nutzt die Gruppe der 35- bis 59-Jährigen diese Informationsquelle am intensivsten: 37 Prozent der Männer und 28 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe recherchieren online. Nur geringfügig niedriger ist der Anteil bei den unter 35-Jährigen. Bei den über 60-Jährigen informieren sich lediglich 18 Prozent der Männer beziehungsweise 15 Prozent der Frauen online über Versicherungen.

Online-Jobsuche gefragt

30 Prozent aller 3.568 Befragten mit Online-Zugang nutzten das Internet zur Jobsuche. Genauso viele wie im Vergleichszeitraum vor einem Jahr. Je nach beruflicher Situation wird die Möglichkeit der Online-Recherche unterschiedlich genutzt: So informiert sich lediglich jeder Vierte, der seinen Arbeitsplatz als sicher bezeichnet, online über freie Stellen. Hingegen nutzen 45 Prozent jener, die ihren Arbeitsplatz als unsicher einstufen und 76 Prozent derer, die ihn bereits verloren haben, das Internet zur Recherche auf dem Stellenmarkt. Für Auszubildende ist das Internet eine attraktive Plattform rund um den Job, denn 52 Prozent von ihnen nutzen das Medium zur Stellensuche. Der Anteil der Frauen, die sich im Internet über Jobs informieren, liegt mit 31 Prozent etwas höher als jener der Männer mit 28 Prozent.

Ost-West-Gefälle bei Online-Jobsuche

Außerdem wird das Medium hierfür im Osten stärker als im Westen genutzt: 37 Prozent der Befragten in den ostdeutschen, aber nur 28 Prozent der Befragten in den westdeutschen Bundesländern ziehen das Internet zur Jobsuche zu Rate. Unverändert zum letzten Quartal haben 73 Prozent der Männer Zugang zum Internet. Deutlich niedriger ist der Anteil bei Frauen mit 60 Prozent mit einem Plus von einem Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum.

Nach wie vor sind im Osten der Republik mit 58 Prozent vergleichsweise weniger Menschen online als im Westen, wo sich 68 Prozent online tummeln. In den Altersgruppen bis 49 Jahren nutzen mehr als 80 Prozent der Deutschen das Internet, bei den 50- bis 59-Jährigen sind es 69 Prozent. In der zahlenmäßig großen Gruppe der über 60-Jährigen hat sich der Anteil der Onliner in den letzten vier Jahren auf 35 Prozent mehr als verdoppelt.

Ausgesprochen starke Unterschiede in der Internet-Nutzung zeigen sich weiterhin in Hinblick auf die formale Bildung. Während weit überdurchschnittliche 85 Prozent der Deutschen mit Hochschulreife über einen Internet-Zugang verfügen, sind es bei Befragten mit Mittlerer Reife 69 Prozent, bei jenen mit Hauptschule plus Lehre 43 Prozent und unter denen mit Hauptschule ohne Lehre lediglich 27 Prozent. Auch die berufliche Qualifikation ist ein Indikator für die Internet-Affinität der Deutschen. So ist der Anteil jener, die Zugang zum Internet haben, mit steigender beruflicher Qualifikation höher. 49 Prozent der Arbeiter verfügen über einen Online-Zugang. Bei einfachen und mittleren Angestellten und Beamten sind es 65 Prozent. Demgegenüber überrepräsentiert sind leitende Angestellte und höhere Beamte (75 Prozent) sowie Selbstständige (80 Prozent).

Letztes Update ( Dienstag, 04. Juli 2006 )
 


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