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Online-Käufer: Nicht immer siegt die Vernunft
Preis-Suchmaschinen schaffen unerhörte Transparenz, der nächste Anbieter ist nur einen Maus-Klick entfernt - da muss doch das nüchterne Kalkül siegen. Immer? Längst nicht immer. So bei Auktionen wie bei eBay, fand eine Studie heraus.

Siegeswille sorgt für hohen Umsatz bei Ebay

Der Siegeswille der Bieter bei Ebay treibt oftmals den Auktionspreis nach oben. Dabei werden dieEntscheidungsprozesse der Bieter oft mehr von Emotionen als vom Verstand gesteuert. Zu diesen Ergebnissen kommt Wolfgang Jank, Forscher an der US-Universität Maryland nach einer zweijährigen Studie. Wie das Online-Magazin 'Futurezone' des ORF berichtet, versuchen viele, sich über ein hohen Gebot 20 Sekunden vor Ende der Auktion den Erfolg zu sichern.

Der bezahlte Preis sei dann aber oft zu hoch. Insbesondere wenn ein Preisvergleich mit Ware im
Laden schwierig sei, wie etwa bei Antiquitäten, Souvenirs, Sammerstücken oder Fanartikeln, werde oft zu viel bezahlt. Als weitere Faktoren, die den Preis beeinflussen, hat Jank den Einstiegspreis, die Glaubwürdigkeit des Anbieters, die Erfahrung des Bieters sowie die Dauer der Versteigerung herausgearbeitet.

Das Auktionshaus, das sich einen Teil seiner Einnahmen über Provisionen vom Verkaufserlös sichert, macht mit der Bietleidenschaft seiner Nutzer nach wie vor gute Geschäfte. Im zweiten Quartal 2005 kletterte der Umsatz um 40 Prozent auf 1,086 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn lag bei 379 Millionen Dollar, 35 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damit hat Ebay seine eigenen Erwartungen für das zweiten Quartal übertroffen. Vor allem in den USA und in Deutschland lief das Geschäft nach eigenen Angaben besonders gut. Die Zahl der registrierten Nutzer wuchs um 38 Prozent auf 157,3 Millionen, die der aktiven Nutzer legte um 34 Prozent auf 64,6 Millionen zu.

Letztes Update ( Donnerstag, 21. Juli 2005 )
 


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